Poetry

Während einer Odyssee

Weil “gut” auch “am Besten” sein kann, wenn ich mir selbst aus dem Weg gehe.

Ich glaube, manchmal gibt es kein richtig oder falsch, nur ein “gut”, “besser” und “am Besten” und auch aus “gut” oder “nicht so toll” kann “am Besten” werden, wenn ich mich darauf einlasse. Ich mag mir vielleicht vorkommen wie auf einer Irrfahrt, weil das ganze nicht 100 % meinen Vorstellungen entspricht, aber wenn ich mir selbst aus dem Weg gehe und Platz für das etwas Andere schaffe; wenn ich die Sache richtig angehe; wenn ich den Glauben dafür aufbringe und dem Ganzen eine Chance gebe, dann kann auch das, sich zu meinen Gunsten entwickeln und zu seinem vollen Potential entfalten.

Ich habe das Ganze nun in einem Gedicht zusammengefasst:

 

Da war ein “gut” in meinem Kopf,
um die Ecke kam “klopf klopf”
ohne Hallo ein “nicht so toll”
jammerte nun das Hirn mir voll.

Ich wünschte mir es könnte gehen,
mein Leben möge doch wieder
mit dem “gut” in Verbindung steh´n
doch ließ es sich nimmer seh´n

Tage kamen und gingen
und “nicht so toll” wurde nicht besser,
gab auch keine Chance diesem Eindringling,
der mir in der Brust saß mit Messer.

Doch sollte das nun wirklich sein,
so ließ ich mich seufzend drauf ein,
und ehe ich mich versah, “das Beste” nun
vor meinen Augen geschah.

 

Zunächst zeichnet sich ganz zart das Positive der Alternative ab… und je genauer wir hinsehen, desto klarer wird es. Unser Blick ist es, der das Ganze dann schlussendlich für gut befindet und gegebenenfalls schön erscheinen lässt. Ich glaube es ist befreiend, wenn wir anfangen Dinge, die wir nicht ändern können, hinzunehmen und unseren Frieden mit ihnen zu schließen. Ein bisschen verzwickt ist die Sache, denn schlussendlich ist eben mitentscheidend, ob wir uns darauf einlassen und welche Brille wir uns aufziehen. Für mich selber habe ich entschieden, mir hierbei nicht mehr im Wege stehen zu wollen.

Metaphorisch gesprochen: Manchmal lohnt es sich einfach, sich zu bücken und eine zarte Feder aufzuheben und sich von ihr verwandeln zu lassen.

 

sich bücken = mit Anstrengung verbunden
eine zarte Feder aufheben = eine weniger attraktive Alternative hinnehmen

sich von ihr verwandeln lassen = sich mit Herz und Verstand darauf einlassen 

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