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Perfekt – Was soll das sein?

Nach dem Sprint, der das Joggen krönt, langsamer werden, ruhiger atmen und noch einmal um den Block schlendern. Frische Luft und Sternenhimmel. Ich beschließe mich in der Nachbarschaft auf die Bordsteinkante zu setzen. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass mich jemand findet. Ziemlich unwahrscheinlich, dass ich hier und jetzt noch jemanden treffen werde, dabei wäre ich heute Nacht so gerne unter dem Sternenhimmel verabredet. Und doch ist der Moment perfekt. Weil es nämlich kein perfekt gibt. Nur ein “Hier und jetzt”. Nur ein “So mache ich es und so nicht”. Ein “So ist es und nicht anders, und von mir aus ist es so perfekt”. Ich glaube, wir sollten uns öfter zutrauen unabhängig von Umständen, etwas Perfektes entstehen lassen zu können. Letztendlich ist Perfekt doch auch nur subjektiv. Und so findet genau in diesem Moment die Party statt, und ich bin am Start. Ich tanze, alleine, und so als würde mich niemand sehen. Und das tut auch keiner. Und ich tanze und ich bin glücklich; das Leben bewegt sich in mir. Das Leben findet gerade statt. Genau jetzt. Genau hier. Ich bin da. Wo bist du?

 

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